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News


Hiddenhausen, 25.02.2021
Shanty-Boom in sozialen Medien
Nathan EvansNathan Evans

«WELLERMAN» MILLIONENFACH GEKLICKT UND WELTWEIT NEU EINGESUNGEN
Chöre erleben derzeit dank unzähliger kreativer Videos einen Social-Media-Boom.
Die spezielle Gattung Shanty landete mit dem Song «Wellerman» zuletzt sogar einen Millionenhit.
Im Sommer 2020 begann der 26-jährige Schotte Nathan Evans, auf seinem Profil bei der Musik-Mitmach-App TikTok die alten Seemannslieder einzusingen.
Shantys entstanden seit dem 15. Jahrhundert bis etwa 1850 in den internationalen Crews der großen Segelschiffe als Arbeitslieder, sie fusionierten dabei Elemente diverser Kulturen (mehr dazu: Chorzeit Nr. 45, Januar 2018).
Das Shanty «Wellerman», das Nathan Evans Ende Dezember auf TikTok hochlud, wurde mittlerweile über elfeinhalb Millionen Mal angeschaut.
Zahllose SängerInnen spielten eigene Versionen ein, zu sehen und zu hören auf TikTok und YouTube, und schließlich stürmte ein clubtauglicher Tanz-Remix von Evans’ Akustikversion von 220 Kid und Billen Ted die Charts – vielleicht ein Beitrag zur Neubelebung des Shantygesangs auch in der realen Welt.
www.tiktok.com/@nathanevanss
Erschienen in Chorzeit Nr. 80, März 2021
www.e-magazin.chorzeit.de
Alls Ausgaben der Chorzeit kann man noch bis einschließlich März kostenfrei digital lesen, nach Einrichtung eines Benutzerkontos, Freischaltcode: Winter2021

Hiddenhausen, 05.02.2021
Umfrage zur Situation der Amateurmusikszene | BMCO-Kompetenznetzwerk
Amateurmusik
Der schnelle Überblick zur Umfrage: Wie geht es den Ensembles der
Amateurmusik während der Corona-Pandemie?
Zur Probensituation:
Für mehr als die Hälfte der Befragten (53 %) sind zwei Drittel aller Proben ausgefallen. Für
22 % der Befragten sind alle Proben ausgefallen.
Nur die Hälfte der Ensembles hat Zugang zu den regulären Probenräumen. Als neue
Probenräume wurden in Einzelfällen Gewerbehallen, Gärten und Scheunen genutzt.
Zu 56 % fanden Proben nicht mit voller Besetzung statt. Zu 53 % wurde in Kleingruppen
geprobt. Überwiegend wurde im Freien (55%) und nur zu 22% online geprobt.
So gut funktionieren die Hygiene-Konzepte:
96 % der Befragten ist keine probenbedingte Infektion bekannt.
Zur Konzertsituation:
Ausgefallen sind 89 % der Konzerte, 11 % fanden in veränderter Form statt.
Als besondere Konzertformate wurden u.a. gemeldet: Überraschungskonzerte vor
Altersheimen, ein Musikfilm für die Videoleinwand auf dem Marktplatz sowie ein MitsingAdventskalender.
So viele der Befragten melden erhebliche (mehr als 50%) Umsatzeinbußen:
76 % aller Befragten meldeten erhebliche Umsatzeinbußen von mehr als der Hälfte der
sonstigen Einnahmen.
23 % der Befragten haben überhaupt keine Einnahmen mehr in ihrem Ensemble.
So viele der Befragten berichteten, dass ihr Ensemble öffentliche Hilfsgelder
beantragt hat:
23 % der Befragten gaben an, dass ihr Ensemble öffentliche Hilfsgelder beantragt hat.
In mindestens 68 % der Fälle wurden die Hilfsgelder auch ausgezahlt.
So geht es den Befragten:
75 % der Befragten melden keine Austritte aus ihren Ensembles. Wenn es zu Austritten
kommt, verabschieden sich vor allem jüngere und ältere Mitglieder, also die
Altersgruppen, die für Nachwuchs und Tradition stehen.
Die größten Sorgen machen sich die Befragten um den sozialen Zusammenhalt in ihrem
Ensemble (73 %).
Sorgen um die musikalische Qualität sind vorhanden, aber deutlich geringer (58 %).
Viele empfinden Traurigkeit oder Ärger über den Ausfall von Proben und
Konzerten (61 %).
Etwa die Hälfte (52 %) fügt sich mit geduldigem Abwarten in die Situation.
Freude an den neuen Probenformaten erleben nur 12 % der Befragten.
So viele Mitglieder haben geantwortet:
3.682
Die meisten Antworten haben uns von Mitgliedern dieser Verbände erreicht:
Bundesvereinigung Deutscher Musikverbände zusammen mit dem Bund Deutscher
Blasmusikverbände e.V. (33 %); Deutscher Chorverband e.V. (26 %)
Die meisten (63 %) der befragten Ensembles existieren seit mehr als 50 Jahren. Die
befragten Ensemblemitglieder gehören überwiegend (82 %) der Altersgruppe 28 – 60 Jahre
an.
Die meisten Antworten haben uns aus diesen Bundesländern erreicht:
Baden-Württemberg (40 %), Hessen (17 %), Nordrhein-Westfalen (10 %) und Bayern (10 %)
Nochmals herzlichen Dank für Ihre Teilnahme!